VAD ist die Abkürzung für Vakuumlichtbogenentgasung. Das VAD-Verfahren wurde von den Firmen Finkl und Mohr gemeinsam entwickelt und wird daher auch als Finkl-Mohr- oder Finkl-VAD-Verfahren bezeichnet. VAD-Öfen werden hauptsächlich zur Verarbeitung von Kohlenstoffstahl, Werkzeugstahl, Wälzlagerstahl, hochduktilem Stahl usw. eingesetzt.
Die VAD-Raffinerieanlagen bestehen im Wesentlichen aus einer Stahlgießpfanne, einem Vakuumsystem, einer Lichtbogenheizanlage und einer Ferrolegierungszugabeanlage.

Charakteristika der VAD-Methode
- Gute Entgasungswirkung während der Erwärmung, da die Lichtbogenerwärmung unter Vakuumbedingungen erfolgt.
- Die Gießtemperatur des flüssigen Stahls lässt sich präzise einstellen, die Innenauskleidung der Stahlgießpfanne kann die Wärme ausreichend zurückgewinnen, der Temperaturabfall während des Gießvorgangs ist stabil.
- Die Stahlschmelze kann während des Raffinationsprozesses vollständig durchrührt werden, die Zusammensetzung der Stahlschmelze ist stabil.
- Es können große Mengen an Legierungen in die Stahlschmelze eingemischt werden, die Bandbreite der Schmelzarten ist groß.
- Zur Entschwefelung und Entkohlung können Schlackenbildner und andere Schlackenbildner zugesetzt werden. Ist am Vakuumdeckel eine Sauerstoffpistole angebracht, kann das Vakuum-Sauerstoff-Entkohlungsverfahren zum Schmelzen von ultra-niedriggekohltem Edelstahl eingesetzt werden.
Die Funktion der Stahlpfanne in einem VAD-Ofen entspricht der eines Elektrolichtbogenofens. Der VAD-Ofen arbeitet unter Vakuum. Die Auskleidung der Stahlpfanne ist chemischer Korrosion durch flüssigen Stahl und Schlacke sowie mechanischer Abnutzung ausgesetzt. Gleichzeitig ist die Wärmestrahlung des Lichtbogens stark, die Temperatur hoch, und die Hotspots werden besonders stark beschädigt. Durch die Zugabe von Schlackenbildnern wird die Schlackenkorrosion verstärkt, insbesondere in der Schlackenlinie und im oberen Bereich, wo sie sich noch weiter beschleunigt.
Bei der Auswahl der feuerfesten Auskleidungsmaterialien für VAD-Gießpfannen sollten je nach den tatsächlichen Gegebenheiten unterschiedliche Arten von feuerfesten Steinen verwendet werden, um die Lebensdauer zu verlängern und den Verbrauch an feuerfesten Materialien zu reduzieren.
Zu den im VAD-Verfahren verwendeten feuerfesten Materialien gehören hauptsächlich: Magnesia-Chrom-Steine, Magnesia-Kohlenstoff-Steine, Dolomitsteine usw.
Die Arbeitsauskleidung besteht hauptsächlich aus direkt gebundenen Magnesia-Chrom-Steinen, wiedergebundenen Magnesit-Chrom-Steinen und halbwiedergebundenen Magnesia-Chromit-Steinen, Magnesit-Kohlenstoff-Steinen, gebrannten oder ungebrannten hochtonerdehaltigen Steinen und niedrigtemperaturbehandelten Dolomitsteinen usw. Die Dauerauskleidung besteht in der Regel aus allgemein anwendbaren Magnesia-Chrom-Steinen, Schamottesteinen und leichten hochtonerdehaltigen Steinen.
In einigen VAD-Öfen besteht die Auskleidung des Pfannenbodens üblicherweise aus Zirkonsteinen und Zirkon-Feuerfestmörtel. Der Bereich unterhalb der Schlackenlinie ist mit hochtonerdehaltigen Steinen ausgekleidet. Die Schlackenlinie selbst wird aus direkt gebundenen Magnesia-Chrom-Steinen errichtet. Der Bereich oberhalb der Schlackenlinie, der sogenannte Hotspot, besteht aus direkt gebundenen Magnesia-Kohlenstoff-Steinen, während der restliche Bereich mit direkt gebundenen Magnesit-Chromit-Steinen vermauert ist.
Die Schlackenlinie der VAD-Gießpfannen besteht ebenfalls aus direkt gebundenen und geschmolzenen Magnesia-Chrom-Steinen. Die Arbeitsauskleidung des Pfannenbodens ist mit Zirkonsteinen versehen. Der poröse Stopfen besteht aus hochtonerdehaltigem Mullit, die übrigen Teile sind aus ungebrannten hochtonerdehaltigen Steinen gefertigt.
Veröffentlichungsdatum: 15. Februar 2022